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Mein neues Lieblingswort: Wäschespinne!

Leider habe ich hier schon länger nichts mehr geschrieben, denn meine Fortschritte in der deutschen Sprache sind immens!

Seit letzter Woche habe ich ein neues deutsches Lieblingswort. Es handelt sich um die Wäschespinne.

WäschespinneDas Bild zeigt die Wäschespinne, die ich mir am vergangenen Wochenende gekauft habe. Mein Vermieter – hier mehr über meine Wohnungsssuche – hat mich darauf hingewiesen, dass ich ruhig in der Wohnung auf einer „waschenden Spinne“ meine Wäsche trocknen könne, und nicht die Umwelt durch den Verbrauch von Elektrizität für einen elektrischen Wäschetrockner belasten solle.

In Deutschland gibt es sogar Websites, die sich mit Themen wie Wäschespinne Test beschäftigen. Kein Wunder, dass Lander Ingenieure und Techniker muss sich mit solchen Dingen beschäftigt halten.

Ich habe mir meine Wäschespinne liefern lassen und sie im Schlafzimmer aufgestellt. Leider habe ich immer ein Fenster gekippt, sodass es nicht richtig warm im Zimmer ist. Deshalb dauert es gefühlt mehr als einen Tag, bis meine Wäsche auch nur halbwegs trocken ist.

Na ja, Geduld hilft in allen Bereichen des Lebens!

 

 

Kann man das überhaupt trinken?

Ein großer Schock für Ausländer ist das europäische Labeling von Wein. Es spielt überhaupt keine Rolle, welche Traubensorte für die Herstellung verwendet wurde. Viel wichtiger ist nämlich die Herkunft.

Deutsche und französische Etiketten sind teilweise mit so vielen Worten bedruckt, dass die Designer auf Schriftgröße 14 oder 12 zurückgreifen müssen, um alles auf den Etiketten unterbringen zu können.

Deshalb habe ich neulich wohl auch die Bezeichnung „Gelber Muskateller“ nicht wahrgenommen. Ursprünglich dachte ich, dass fast aller weißer Wein in Deutschland ein Riesling sein muss. Doch weit gefehlt: es gibt auch andere, ebenfalls sehr interessante Traubensorten.

Gelber Muskateller (siehe bei Wikipedia) schmeckt nach Trauben, wie man sie im Supermarkt kaufen kann. Der Wein war absolut trocken und wies nicht die „ungeliebte“ Restsüße auf, für die deutscher Wein geschätzt und gehasst wird.

Meine Kollegen trinken auf jeden Fall nichts, das nur etwas süß ist. Ich frage mich immer, ob Blue Nun ein Wein ist, den man nur außerhalb Deutschland kaufen kann. Bislang habe ich ihn noch nirgends in Deutschland gefunden.

 

Fußball WM in Deutschland

Meine deutschen Freunde kennen jetzt alle Ann Coulter. Mit ihrem Hass-Artikel zum Thema Fußball hat sie es in die deutschen Medien geschafft – und dafür auch die verdiente Häme bekommen.

Ich selbst gehe regelmäßig mit meinen Kollegen zur Fanmeile. Eigentlich ein sehr lustiges Wort. Denn warum benutzt man das Wort Meile in einem Land, das seit gefühlt ewigen Zeiten im metrischen System verwurzelt ist? Was auch immer der gute Grund dafür sein mag, mir macht es riesig Spaß, auf der Fanmeile abzufeiern.

Ein weiteres, aus amerikanischer Sicht sehr lustiges Wort ist Public Viewing. Keine Angst, hier gibt es keine Toten zu sehen, aber die Deutschen bezeichnen das Zusammenkommen auf der Fanmeile so, wenn sie gemeinsam Fußball schauen wollen.

Bislang kann man aus deutscher und US-amerikanischer Sicht mit dem Verlauf der Weltmeisterschaft sehr zufrieden sein. Hoffen wir, dass das auch so bleiben wird. Vielleicht sieht man sich ja im Finale wieder.

 

Wohnungssuche war eine Herausforderung

Wer denkt, dass Wohnen in San Francisco große Herausforderungen darstellt, war noch nicht in Berlin. Wer Geld hat, findet in San Francisco eigentlich schnell eine Wohnung. In Berlin gilt das meiner Erfahrung nach nicht.

Mein Makler zeigte mir an meinem House hunting Tag etwa 12 Apartments, die entweder furchtbar waren oder schon vermietet. Die zwei, die mir gut gefallen haben und auch einigermaßen erschwinglich waren, waren schon an Mieter vergeben.

Letztendlich habe ich dann eine Wohnung gefunden. Aber nur mit viel Glück. Eine meiner Kolleginnen wusste durch ihre beste Freundin, dass deren Ex-Freund (oder so ähnlich) ausziehen würde. Ich habe die Wohnung per FaceTime inspiziert und sie ohne Besichtigung gleich genommen. Schnelligkeit wird auch in Deutschland bewohnt.

OMG – das war schnell

Meine erste Fahrt auf der Autobahn war atemberaubend. Bislang dachte ich, dass Autos bei 80 Meilen pro Stunde, etwa 130 Kilometer pro Stunde, abheben und zu fliegen beginnen.

Weit gefehlt – mein Kollege hat mich in seinem Audi A4 bei 200 Kilometer pro Stunde gefahren. Ich war sprachlos.

Bisher habe ich noch kein Auto. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich tatsächlich eins brauche in Berlin. Aber Autofahren macht hier schon Spaß.

Deutscher Wein – überraschend gut

Für jemand, der bislang nur große und schwere Weine aus Kalifornien kannte, war ich von den deutschen Weinen positiv überrascht.

Ich hatte zwar schon einmal Blue Nun getrunken, aber deutscher Wein ist bedeutend mehr. Während Blue Nun furchtbar süßlich schmeckt, gibt es auch viele trockene Weine in Deutschland.

Gute Links, um sich über deutschen Wein zu informieren, sind die folgenden:

Riesling ist die gefühlt am meisten gepflanzte Weinart. Man bekommt Riesling in vielerlei Stilen. Man kann ganz leichte Weine haben, die sich hervorragend abends im Sommer trinken lassen. Dazwischen liegen sogenannte Auslesen, die sehr körperreich sind. Ganz am Ende der Skala gibt es dann Beerenauslese und Trockenbeerenauslese. Dafür werden individuelle Beeren gepflückt, die von einem Schimmelpilz befallen sind.

Hinsichtlich Süße gibt es auch große Unterschiede. Manche Weine sind trocken, andere sind süß, und andere liegen wieder dazwischen. Jeder kann da seinen präferierten Riesling finden.

Der VDP ist der Verband der besten Weingüter Deutschlands. Man kann die Mitglieder am Adlersymbol erkennen. Leider sind sie nicht nur die besten, sondern gleichzeitig auch die teuersten. Qualität hat halt ihren Preis, wie meine deutschen Kollegen sagen.